Wir beide sind „Wasserratten“ und fühlen uns im, am und auf dem Wasser wohl (auch wenn wir nicht ganz seefest sind). So hatten wir schon länger den Wunsch im Urlaub mal die Möglichkeit zu haben ein Motorboot ausleihen zu können, um auch abgelegene Buchten zu erreichen und die Gegend vom Wasser aus kennen zu lernen.

Klaus hat dann mal recherchiert was man dafür so braucht und kam auf den SBF See (Sportbootführerschein See). Bis daraus konkret etwas wurde gingen allerdings zwei Jahre ins Land, auch weil für einen Neuling auf dem Gebiet des Wassersports der Scheinwust fast nicht zu durchschauen ist.

Ganz übersichtlich erklärt fanden wir das auf der Homepage von JOJO-Wassersport in München. Auf der C-B-R im Februar 2007 gingen wir dann an eben diesen Stand und fanden mit Dirk einen sehr netten und kompetenten Ansprechpartner, der nicht nur in aller Ruhe unsere vielen Fragen beantwortet hat, sondern uns auch mal eine klare Empfehlung gab in unserem Fall mit dem SBF See anzufangen. Außerdem wies er auf alle Möglichkeiten hin die einem offen stehen, wenn man mit diesem Schein anfängt. Ich hatte nämlich da schon die Idee auch das Segeln mal zu probieren weil ich schon vermutete, dass mir das auch Spaß macht.

Gesagt – getan, etwas blauäugig meldeten wir uns für einen 3-Tage-Intensivkurs am Pfingstwochenende für die Theorie des SBF See an und vereinbarten 14 Tage später einen Prüfungstermin für Theorie und praktische Prüfung für’s Motorboot. Wir wollen nichts beschönigen – es ist ein enormes Lernpensum und wir haben gebüffelt wie selten zuvor, denn schließlich gibt es kein „Multiple Choice-Verfahren“, man muss jede Antwort selbst hinschreiben. Aber – wir haben’s auf Anhieb geschafft, was ein ziemlich gutes Gefühl ist.

Jetzt standen wir da mit unseren SBF See-Führerscheinen und hatten keinen Urlaub am Meer in Sicht (von den Preisen für das Ausleihen von Motorbooten mal ganz zu schweigen).
Auf den bayrischen Seen in unserer Nähe kann man praktisch keine Motorboote ausleihen – nächste Möglichkeit ist der Bodensee. Und da sind wir auch schon beim Thema, denn für den Bodensee braucht man ein Bodensee-Schifferpatent (BSP). Und um dieses zu erlangen muss man ein theoretische Prüfung (diesmal allerdings „Multiple Choice“) bei einem der drei Landratsämter am Bodensee ablegen. Das BSP kann man sich gegen eine Gebühr von 14,00 Euro in den SBF Binnen (Sportbootführerschein Binnen) umschreiben lassen kann.

Jetzt standen wir vor der Entscheidung: Das Bodensee-Schifferpatent Kategorie A (Motorboot) nur durch Ablegen der theoretischen Prüfung erlangen (Praxis wird vom SBF See anerkannt) oder gleich auch die Theorie für Kategorie D (Segelboot) mit machen und irgendwann innerhalb eines Jahres den praktischen Segelteil ablegen.
Grundsätzlich wollten wir den Segelschein gerne machen aber gleich? Das BSP wird aber erst ausgestellt wenn alle Teile, für die man sich angemeldet hat, auch erfolgreich abgelegt wurden. Wir waren in der Zwickmühle denn praktisch alle Segelschule veranschlagen zehn Segeltage und wir wollten nicht unseren ganzen Resturlaub „opfern“.
Klaus recherchierte also weiter im Internet und fand zwei Segelschulen in Langenargen, die den BSP-Kurs in einer Woche anbieten. Wir haben beide angemailt und uns aus dem Bauch heraus und aufgrund der Antworten dann für DAS-Boot-GmbH entschieden.

Dann ging alles ziemlich schnell – Urlaub klären, Ferienwohnung finden, Segelkurs buchen.
Damit wir den Kopf für die Praxis frei haben hatten wir beschlossen schon am Freitag vor Beginn der praktischen Ausbildung die theoretische Prüfung im LRA Friedrichshafen abzulegen, was wir auch problemlos geschafft hatten. Anschließend bezogen wir unsere Ferienwohnung in Langenargen